Der moderne Mensch steht im Mittelpunkt

Ein Model in der Hocke, mit giftgrün getönter Sonnenbrille, oder das verwischte Gesicht einer Frau mit doppeltem Augenpaar, zwei Mündern, zwei Nasen und vier Ohren. Großformatige Porträts von Frauen und Männern in klaren Farben mit Verfremdungen, die den jeweiligen Betrachter unweigerlich anziehen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Im Fokus

Gegen die Zeit ist der Titel, unter dem die Kölner Künstlerin Beata Obst ihre aktuelle Ausstellung im Bezirksrathaus Ehrenfeld an der Venloer Straße präsentiert. „Für Beata Obst steht der moderne Mensch im Fokus. Mit verfremdeten Bildelementen, grellen Neonfarben und speziellen Farbüberlagerungen erschafft Obst eine Welt, die außerhalb des gewohnten ZeitRaumGefüges liegt und in der innere Werte der Figuren auf den ersten Blick ganz bewusst verborgen bleiben“, beschreibt Dieter Wolf, der Vorsitzende des Kunstvereins Kultur Köln 30, die Werke der Wahlkölnerin.

Offiziell eröffnet wurde die Vernissage von Jutta Kaiser, der stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin von Ehrenfeld. Insgesamt 17 Bilder in Öl- oder Acrylfarben auf Leinwand umfasst die Ausstellung der in Nysa (Polen) geborenen Künstlerin. Nach einem Studium an der dortigen Kunsthochschule lebte Beata Obst einige Jahre in den USA. Vor zehn Jahren zog sie nach Köln. Sie zeigte ihre Werke bereits in Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa. Gegen die Zeit ist ihre erste Ausstellung im Ehrenfelder Bezirksrathaus.

Die Vorlagen für ihre Kunstwerke findet Obst in ihrem Umfeld, zum Beispiel in den Aktiven der Tanzschule neben ihrem Atelier, in den Menschen auf der Straße, aber auch in Models. „Ein Bild ist auch immer wie eine flüchtige Momentaufnahme, in der die Zeit für einen kurzen Augenblick angehalten wird. Das Bild als Ergebnis eines solchen eingefangenen Augenblicks ist eigentlich damit schon wieder Vergangenheit“, sagt Obst.

Der Betrachter bleibt im Unklaren

Es gibt Künstler, die liebend gern Auskunft geben über ihr Werk und ihre Intentionen. Man muss sie nur fragen und schon sprudeln die Interpretationsangebote aus ihnen heraus. Gern besprechen sie die Absichten und die Bedeutung eines jeden Pinselstrichs, den sie auf der Leinwand hinterlassen haben und genießen es, ihr Werk sowohl stilistisch wie inhaltlich in Zusammenhänge zu stellen.

Beata Obst gehört nicht dazu. Die in Polen geborene, in Köln arbeitende und bis zum 8. Juli in der Galerie des Ehrenfelder Bezirksrathauses ausstellende Künstlerin mag es, die Mysterien offen und den Betrachter im Unklaren zu lassen. Da schien es ihr zur Vernissage allem Lächeln zum Trotz fast ein wenig unangenehm zu sein, als Laudator Dieter Wolf vom Kunstverein Kultur Köln 30 ihr Werk von der analytischen Seite beleuchtete, ihre Kunst als Auseinandersetzung mit verzerrter Selbstwahrnehmung interpretierte und ihre Techniken mit jenen Gerhard Richters verglich.

„Der Betrachter“, so Obst, „soll sich selbst auf die Bilder einlassen und herausfinden, was sie ihm sagen. Wenn er sich bei so manchem Bild über ein Detail wundert, dann kann er diese Leerstelle gern selbst füllen. Natürlich kann man mit einer Frage an mich herantreten, doch das heißt nicht, dass ich eine Antwort darauf habe.“ So wird dem Besucher Mut zur eigenen Meinung zugetraut und abverlangt. Soll er allein seine Schlüsse ziehen aus den Oberflächen, die hier durchaus in die Kerbe plakativer Schönheit schlagen, jedoch stets einen vergifteten Glanz innehaben, der ein böse raunendes Fragezeichen hinter jede vermeintliche Schönheit setzt.

Was mag es auf sich haben mit den toxisch leuchtenden Neonfarben, die hier ins Bild integriert sind? Wieso sind die schönen Gesichter, die im Zentrum ihrer Bilder stehen, manchmal im Stil einer fehlerhaften Doppelbelichtung abgebildet, was beim Betrachter leichten Schwindel auslöst? Obst will die Fragen offenlassen und es ist gerade diese Verschlossenheit, die ihre Werke nachwirken lässt. 

Nachschlag in Pink und Gelb

Die Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin Beata Obst „something pink and yellow“, die zurzeit in der Villa Meixner in Brühl zu sehen ist, wurde bis Sonntag, 24. Juni, verlängert.

Vom Zeigen und Verbergen des Menschen handeln die Bildthemata. Die Künstlerin forciert mit ihren aktuellen Arbeiten „Yellow Glow“ die Blickrichtung mit dem raffinierten Gebrauch neongreller expressiver Farben. Beata Obst malt gegenständlich.

Ob sie eine attraktive Frau oder einen Mann malt oder sich selbst, alle ihre Arbeiten erzählen nur so viel, wie man in sich finden kann. Sie sind so hoffnungsvoll und hoffnungslos, so gesellschaftskritisch, so gewaltvoll und narzisstisch, wie man es selbst spüren kann. Beta Obst arbeitet mit Öl auf Leinwand. Dies impliziert ein Dehnen der Zeit, kontemplatives Vorgehen. Der Faktor Zeit und damit Vergänglichkeit ist für die Malerin ein allumfassendes wesentliches Motiv. Nichts kann intensiver und leidenschaftlicher erlebt werden als der Wunsch nach Bewahren eines glückhaften Momentes. Die ansatzweise leichte Vernebelung der Konturen sind Analogien für Erinnerung und Gedächtnisarbeit. Die technisch fotorealistisch vorbereiteten Bilder sind Stimmungsprotokolle eines Augenblicks. Momente! Die Frage, wer denn Hauptakteur in den Werken ist, ist eher jungen anonymisierten Menschen und deren Ewigkeitsanspruch oder der jede Perspektive torpedierende weiße Bildraum, ist letztlich zweitrangig.

Neongrell und expressiv

In einer neuen Ausstellung in der Villa Meixner stellt die Kölner Künstlerin Beata Obst „something pink and yellow“ vor. Die Vernissage ist am Freitag, 18. Mai, um 19 Uhr.

Vom Zeigen und Verbergen des Menschen handeln die Bildthemata. Die Künstlerin forciert mit ihren aktuellen Arbeiten „Yellow Glow“ die Blickrichtung mit dem raffinierten Gebrauch neongreller expressiver Farben. Beata Obst malt gegenständlich.

Ob sie eine attraktive Frau oder einen Mann malt oder sich selbst, alle ihre Arbeiten erzählen nur so viel, wie man in sich finden kann. Sie sind so hoffnungsvoll und hoffnungslos, so gesellschaftskritisch, so gewaltvoll und narzisstisch, wie man es selbst spüren kann. Beta Obst arbeitet mit Öl auf Leinwand. Dies impliziert ein Dehnen der Zeit, kontemplatives Vorgehen. Der Faktor Zeit und damit Vergänglichkeit ist für die Malerin ein allumfassendes wesentliches Motiv. Die technisch fotorealistisch vorbereiteten Bilder geraten somit zu Stimmungsprotokollen eines einzigen Augenblicks. Und nichts kann intensiver und leidenschaftlicher erlebt werden als der Wunsch nach Bewahren eines glückhaften Momentes.

Der Versuch, die Zeit aufzulösen

Bei einem Stroboskop handelt es sich um ein Gerät, das Lichtblitze in sehr regelmäßigen zeitlichen Abständen abgibt, wodurch bei dunkler Umgebung Bewegungen abgehackt als eine Abfolge von stehenden Bildern erscheinen, heißt es bei Wikipedia. Auf Englisch ‚Stroboscope‚ nennt nun die polnische Künstlerin Beata Obst ihre neue Werkgruppe, die in den Räumen der Agentur ‚prds.rocks‚ zu sehen ist.

Verlangsamen, beschleunigen, die Zeit auflösen, anhalten – auch das ist für die Künstlerin der Stroboskopeffekt: überlagerte Zeit aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen. Dabei experimentiert Beata Obst auch mit Neonfarben, die, mit Schwarzlicht beleuchtet, einen ganz anderen Blickwinkel ergeben.

In der Interaktion und dem ungezwungenen Umgang mit Linien, Farben und Vervielfachung erforscht Beata Obst auch das Malerische und überrascht den Zuschauer. Sie gibt den Blick frei auf Gedanken und Emotionen. „Für mein Video habe ich einen Filter benutzt, der sich ständig wiederholt. Das hat mich fasziniert, deshalb habe ich daraus eine ganze Serie von Bildern gemacht“, sagt die Künstlerin.

Im Fokus ihrer Arbeiten steht die Ausdruckskraft des menschlichen Körpers: schwebend im Raum, isoliert, verletzlich, der Betrachtung ausgesetzt – Beata Obst macht sichtbar, was oftmals verborgen bleibt und verborgen bleiben will.

Dazu gehören auch Selbstporträts, wobei auf diesen Bildern allerdings keine Gesichter zu erkennen sind. „Aber ich porträtiere auch gerne“, sagt Obst, die seit 1958 in Deutschland lebt und in Köln arbeitet. So zum Beispiel auf Bildern, wo sie eigene Schüler dargestellt hat, und zwar in popartigen Neonfarben.

„Gerade hier im oberen Stockwerk des Hauses entwickeln diese Bilder sehr viel Präsenz“, freut sich Agenturchef Ingo Fischer. „Anders als in einer normalen Galerie sind die Bilder hier in Situationen eingebunden“, sagt er. „Beata Obst hält diesen einzigartigen, kostbaren Moment fest und zeigt uns das Wesentliche, was bleibt – Sehnsucht, desire.“

Turbulente Augenblicke

Wenn an Sonntagnachmittagen im Kulturzentrum Villa Ignis die Jazzmusiker auf die Bühne treten, ist das nicht nur ein einfaches Konzert. Die Atmosphäre ist eine ganz besondere an diesem Ort der Begegnung, der einst als osteuropäisches Kulturzentrum gegründet wurde und längst zu einem internationalen Treffpunkt geworden ist. Trotz einiger zwangsweiser Veränderungen in den vergangenen 20 Jahren hat das Ignis seine einzigartige Atmosphäre immer bewahrt. Dafür sorgen nicht nur der rote Samtvorhang hinter der Bühne, die kleinen runden Marmortische und die sehr persönliche Bedienung im Café. Auch die regelmäßig wechselnden Kunstausstellungen an den Wänden tragen ihren Teil dazu bei.

Derzeit hängen dort die Bilder von Norbert Küpper und Beata Obst, die der langen Reihe der Künstler-Ausstellungs-Begegnungen ein weiteres Kapitel hinzufügen. Es ist eine Begegnung zwischen unsicher blickenden Augenpaaren und heftig bewegten Körpern. Und es ist die Begegnung einer Malerin von konzeptueller Strenge mit einem Künstler, der beim Malen alle Bedenken und Hemmungen hinter sich lässt.

Beata Obst gibt sich alle Mühe, das Bildgeschehen bis ins kleinste Detail genau zu beherrschen. Die Augen-Paare, die sie mit realistischer Genauigkeit auf die Leinwand malt, sollen die Aufmerksamkeit für feinste Unterschiede schärfen. Die Augen verraten alles über einen Menschen. In anderen Bildkompositionen verbindet die seit langem in Deutschland lebende gebürtige Polin das Motiv des Blicks mit der Bedeutung des Sexuellen und des Traumhaften. Ein Hauch von Traurigkeit und Verlorenheit liegt über ihren Bildern.

In Norbert Küppers Malerei ist es genau umgekehrt. Sein Versuch, den Bildraum zu kontrollieren, mündet in einer turbulenten Farbschlacht, in der sich seine Motive gerade noch behaupten können. Die schrundigen Farbkrusten setzen sich aus der Überlagerung unzähliger, vielfarbig schimmernder Schichten zusammen. Mit unbändiger Sattheit bringt Küpper Explosionen von Farben auf die Leinwand, von denen die angedeuteten Mensch-Tier-Mythengestalten überspült werden. Optimistischer könnte man sagen: Die Fugen lassen sich im hoffnungsvollen Vertrauen mitschreiben, dass die Fluten der Wirklichkeit sie schon irgendwie tragen werden. Küppers Bilder machen Lust und Angst zugleich. Vor allem aber lehren sie uns, dass alle Vorstellungen von der Sicherheit, Souveränität und Ruhe des “Ich“ sagenden Menschen lediglich Beschwörungen in der vieldeutigen Turbulenz des Lebens sind.

Nichts anderes bringt jeden Sonntagnachmittag von 15 bis 18 Uhr der rhythmische Sound junger Jazzmusiker zum Ausdruck. Jazz heißt: Eintauchen in den unaufhörlichen Fluss des Lebens, in dem Brüche und Harmonien nicht voneinander zu trennen sind. Und wenn beim Hören der Blick die Kunstwerke streift, wird deutlich, wie nahtlos eine Wahrnehmung in die andere übergeht.

Beata Obst fesselt ihr Modell Maeky mit der Farbe Pink

Seine Augen nehmen Pink wahr, sehen Pink, und wenn Pink dann Form annimmt, schält sich eine Frauenfigur heraus, unaufdringlich und dennoch selbstbewusst durch ihre Ausstrahlung und ihre sensible Erotik. Das Modell auf den teils großformatigen Ölgemälden ist Maeky, eine Hongkong-Chinesin mit großer Ausdruckskraft. Beata Obst, die Malerin, hat ihr Modell sehr gut getroffen. die Bilder ihrer pinken Schaffensphase sind bis zum 8. April in Jakobwüllesheim im KFE zu sehen (14 bis 17 Uhr).

Lange Zeit konnte sie, so erzählt Beata Obst, keine Farbe mehr sehen. Sie malte und zeichnete in Schwarz-Weiß. Vor zwei Monaten fiel ihr eine Tube Magenta in die Finger. Sie probierte sie aus und die neue Phase war geboren.

Zwischen Modell Maeky und der Malerin stimmt die Chemie, sonst, so Obst, hätte sie diese Bilder nicht malen können.

Ausstellungstitel ist Programm

Pink bis fast schon violett – das springt zurzeit ins Auge, wenn man das Atelier des Kulturforums Europa (KFE) in Jakobwüllesheim betritt. Die freischaffende Künstlerin Beata Obst stellt hier nun zum dritten Mal aus und der Name „Pink Time“ ist Programm: Die meist großformatigen Bilder, die alle ein Modell zeigen, sind ausnahmslos in pinken, magentafarbenen Tönen gehalten.

Diese Farbe habe sie durch Zufall entdeckt, nahm*nachdem sie jahrelang ohne Farben gemalt habe, berichtet Beata Obst. Die in Polen geborene Künstlerin, die man vorher von provokanten Darstellungen von „Körpern und körperhaften Einzelbeständen“ her kannte, ist konkreter geworden, bis fast in einen Fotorealismus hinein. Mit ihrem Modell „Maeky“, einer in Deutschland lebenden Chinesin, habe sie sich auf Anhieb gut verstanden, was wichtig für die Entstehung ihrer Werke war.

Dieter Topp, der Leiter des Atelierhauses, hielt stellvertretend für den durch eine Reise verhinderten Professor Doktor Wolfgang Meisenheimer die Rede zur Ausstellungseröffnung. „Eine Art von verdecktem Glück will durch die Farbe, die Haarsträhnen und das Verträumte sich den Weg an die Oberfläche zum Betrachter bahnen“, so beschrieb er die Bilder der in Köln wohnhaften Künstlerin.

Bilder auf den Körper ausgerichtet

Der menschliche Körper, vielmehr der Mensch als Corpus steht im Mittelpunkt einer Ausstellung im Dürener Tor mit der deutsch-polnischen Künstlerin Beata Obst. Körperbilder sind das Metier der Malerin, die von der klassischen Aktmalerei kommt. Dennoch zeigen ihre Bilder keinen ausgeprägten Realismus, sondern ziehen den Betrachter mit ihrer außergewöhnlichen figurativen Expressivität in ihren Bann.

So sind stets nur Ausschnitte des menschlichen Körpers zu sehen, anonym und verfremdet. Überzogen, zerbrechlich, schwerelos schwebend, sind die Körperfragmente Ausdruck der inneren Gefühlswelt der Malerin. Der Vorsitzende des Kunst- und Museumsvereins Peter Esser befand denn auch, dass sich die Zerbrechlichkeit der Darstellungen nicht auf statisch stabile Körper beziehe, sondern auf die Seele und viele verschiedene Gemütszustände des Körpers widerspiegele.

Die 1966 in Neisse, Polen, geborene Künstlerin zeigt zumeist Ölbilder, aber auch schwarz-weiße Kohle und Bleistiftzeichnungen, die mit Öl verwischt wurden. Diese sterile Farbgebung betont die Ausstrahlung der Bilder, die Ohnmacht, Verwirrung, aber auch Forderungen, Verteidigung und Angriff zeigen.

Neben den dargestellten Körpern ziehen auch Studien von Gesichtern oder eine Bilderserie mit Augenpaaren die Aufmerksamkeit auf sich. Collagenähnlich verarbeitet Beata Obst zudem Stilelemente, lässt Schriftzüge in ihre Arbeiten einfließen und beschichtet ihre Bilder mit Wachs. Tiefe und Verlagerungen in ihren Werken verleihen den Bildern zudem räumlichen Charakter, der Bilder im Bild entstehen lässt.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung hatte Nideggens Bürgermeister Willi Höhnscheid noch ein besonderes Schmankerl auf Lager. Der Bürgermeister stellte die Eröffnung einer Kunstakademie im Haus der Familie in Aussicht. Unter Anleitung von Künstlern und Professoren sollen dort Lehrgänge angeboten werden. „Nideggen fühlt sich der Kunst verpflichtet“, betonte Bürgermeister Höhnscheid.

Die Körperwelten am lebenden Modell studiert

„Körperwelten“ tun sich derzeit im „Dürener Tor“ auf: Der Kunst- und Museumsverein der Stadt Nideggen lud zu einer Vernissage mit der Künstlerin Beata Obst ein. Unter dem lateinischen Titel „Corpus est tempus“ (Körper ist Zeit) stellt die Künstlerin überwiegend Aktmalerei aus.

Die großformatigen Bilder, 39 an der Zahl, sind aus Studien am lebenden Modell entstanden. Sie sagen viel aus über das künstlerische Verhältnis zur Wirklichkeit. Professor Dr. Wolfgang Meisenheimer (Düren) sieht in ihnen, wie in einer ausliegenden Mappe zu lesen war, „eine neue Lebens- und Leib-Philosophie“. Er erkennt „Angriffs-, Verteidigungs-, Sehnsuchts-, Traum-, Werbe-, Klatsch- und Drohbilder.“

Die Künstlerin arbeitet mit Öl auf Leinwand, die anschließend mit Wachs bearbeitet wird.

Sie wurde 1966 in Neiße (in der Nähe des polnischen Oppeln) geboren, lebt und arbeitet heute aber in Köln. Ausgestellt hat sie schon in vielen großen und kleinen Orten der Welt: von Antwerpen über New York bis Vettweiß.

Begrüßt wurden die Vernissage-Gäste von Peter Esser, Vorsitzender des einladenden Vereins. Bürgermeister Willi Hönscheid präsentierte Nideggen als Kunst-Stadt und zündete dabei eine kleine „Bombe“: So berichtete er von fortgeschrittenen Plänen, im „Haus der Familie“ eine Kunst-Akademie zu eröffnen, bei der die Teilnehmer vor Ort wohnen können. Bekanntlich wird die idyllisch gelegene, große Anlage vom Bistum Aachen an den Kreis Düren bzw. eine Unterorganisation des Kreises verkauft (wir berichteten).